Sie wissen nicht mehr, wo Ihnen der Kopf steht. Sie schlafen schlecht. Familie und Freunde raufen sich nur noch die Haare. Die Kollegen gehen Ihnen am liebsten aus dem Weg. Zeit für sich selbst ist nur noch ein Traum. Und überhaupt ... alles ist Ihnen zu viel!

Stress ist natürlich und unvermeidlich. Positiver Stress ist sogar notwendig und tut uns gut. Andauernder negativer Stress dagegen macht nicht nur das Leben schwer, sondern vermindert Leistungs- und Lernfähigkeit und macht letztlich krank (bis zum Burnout). Kommen Sie Ihren persönlichen Stressfaktoren und Stressverstärkern sowie Ihren entsprechenden Reaktionsmustern auf die Spur. Entwickeln Sie Ihre individuellen Strategien, Ihre psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) zu stärken und dementsprechend gelassener, sicherer und damit gesünder mit den Belastungen umzugehen. In allen Lebensbereichen.

Wir müssen lernen

Wir müssen lernen, die Dinge zu tun, die getan werden müssen - weil wir sie gerne tun.
(Rudolf Dreikurs)

Die schlechte Nachricht: Sie haben in der Regel wenig bis keinen direkten (mäßigenden) Einfluss auf die von außen auf Sie einstürzenden Stressfaktoren – auf die so fantastisch „aufgeweckten“ Kinder, auf die zeitlichen Rahmenbedingungen im Job (Arbeitszeiten, Termindruck), auf die täglichen Staus auf dem Weg zur Arbeit, auf die ständige und lautstarke Telefoniererei der Kollegen im Großraumbüro.

Die gute Nachricht: Sie selbst entscheiden, wie sehr Sie sich von den einzelnen äußeren Stressfaktoren unter Druck setzen lassen. Schauen Sie sich um: Da gibt es Familienmitglieder, Nachbarn, Kollegen, die sind den gleichen (oder auf den ersten Blick sogar schlimmeren) Bedingungen ausgesetzt und die wirken überhaupt nicht gestresst! Und sie sind es auch nicht, behaupten sie selbst. Und aus ihrem Umfeld hören Sie entsprechende Bestätigungen. Wie kriegen die das hin? Die einfache Antwort: Diese Menschen sind nicht nur anders drauf als Sie, sie sind überhaupt anders. Ein bisschen konkreter: Diese Menschen haben eine (offensichtlich) entscheidend andere innere Einstellung zu denselben äußeren Stressfaktoren. Es ist nämlich ganz wesentlich die eigene innere Einstellung zu einem von außen auf mich einwirkenden Stressreiz, die entscheidet, ob und wie stark ich mich unter Druck fühle. Ich mich fühle – das ist der entscheidende Punkt. Stellen Sie sich vor, die Straße, deren Lärm Sie jetzt so stresst, wäre nicht erst ausgebaut worden, nachdem Sie jahrelang die Ruhe in Ihrem Garten genossen haben. Sondern umgekehrt, Sie haben sich erst danach, wohlwissend, dass Sie den starken Verkehr auf dieser Straße in Ihrem Garten deutlich hören werden, entschieden, in dieses Haus zu ziehen – weil Sie das als Ihr Traumhaus betrachten. In letzterem Fall werden Sie den Verkehrslärm mit großer Wahrscheinlichkeit als sehr viel weniger störend empfinden als im ersten Fall.

Damit haben Sie DEN Ansatz vor sich, was Sie für sich, jeder für sich gegen seinen Stress tun kann: die innere Einstellung gegenüber dem einen oder anderen Stressfaktor korrigieren, z.B. auch mit meiner Hilfe. Leider geht das so gut wie nie so einfach und so von selbst wie bei dem vorausgehenden Beispiel.